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Email Marketing gewinnt 40 mal mehr Neukunden als Facebook

Es gibt wieder ein paar frische Zahlen und Statistiken zu bestaunen und diese haben es wirklich in sich. Da räumt das EMail Marketing doch glatt das Feld von hinten auf.

So langsam werden diese Vergleiche zwischen Social Media und Email Marketing ja schon fast peinlich für den Social Media Bereich. Ich weiß zwar sehr genau, dass Social Media für den Verkauf ein brauchbares Medium ist, aber ausschließlich zum Branding wird es ebenso wenig eingesetzt. Reichweite ist auf jeden Fall eines der KPIs die oft verfolgt werden mit einer Fanpage oder Twitter Accounts. Natürlich möchte man damit auch neue Kunden hinzu gewinnen, schließlich finden Empfehlungen von Fans zu Freunden statt.

Genau das funktioniert dann allerdings irgendwie nicht so gut, was mich selbst sehr erstaunt. Diese aktuelle Studie von Custora hat genau dazu nämlich mal jede Menge Zahlen ausgewertet die durchaus eine Aussagekraft besitzen. In vier Jahren wurden 72 Millionen Online Einkäufe auf 86 verschiedenen US Onlineshops analysiert. So wurde genau geschaut von welchem Kanal die Kunden in den Shop kamen und für welche Produkte sie wieviel ausgegeben haben. Die Ergebnisse der Studie sind dann ziemlich erstaunlich und werden sicherlich einige unter uns beeindrucken.

Neukundengewinnung mit Email Marketing

Kunden werden nach wie vor am stärksten durch Kanäle wie CPC und die Organische Suche gewonnen. So werden aktuell 9,82 % Neukunden durch CPC gewonnen. Übertroffen wird das Ganze noch durch die Organische Suche, die 15,81 % neue Kunden gewinnen konnte. Richtig spannend wird es aber wenn wir uns die Kurve vom Email Marketing der letzten 4 Jahre anschauen. Von gerade einmal 0,88 % konnte sich der gute totgesagte Kanal innerhalb von 48 Monaten auf 6,84 % hochschrauben. Wenn das jetzt keine erstaunliche Entwicklung ist, dann weiß ich auch nicht mehr.

Schaut man sich dazu im Vergleich Facebook an, dann wird es richtig deutlich. Natürlich ist Facebook nicht für die Neukundengewinnung gedacht, aber dennoch wird es oft versucht. An den Ergebnissen kann man sehen, dass es wohl vergebene Müh sein wird. Gerade einmal 0,17 % Neukunden konnten in dieser Zeit durch Facebook gewonnen werden. Twitter sieht da im Übrigen auch nicht besser aus. Der Kanal bringt es auf unbedeutende 0,01 %.

Natürlich möchte ich noch einmal betonen, dass solche Kanäle überhaupt nicht miteinander vergleichbar sind, weil sie ganz andere Ziele verfolgen. Selbst die Email ist nicht der beste Kanal um Neukunden zu gewinnen. Wie gut er dann doch dafür einsetzbar ist, zeigt sich allerdings dank solcher Statistiken. Nun bin ich aber gespannt wie ihr diese Ergebnisse interpretiert?

 

Stefan

Über Stefan Petersen

Alter Rock 'n' Roller und Online Marketer aus Leidenschaft mit hoher Affinität zu SEO, Web 2.0, Social Media und Online Marketing.

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9 Kommentare zu Email Marketing gewinnt 40 mal mehr Neukunden als Facebook

  1. Jörn Grunert
    3. Juli 2013 um 11:43 Uhr (4 Jahren ago)

    Diese Statistik ist ohne die anderen Variablen von keinem großen Wert. Wenn ich diese Studie richtig interpretiere, wird nur der letzte Touchpoint betrachtet, was eine erhebliche Verkürzung bedeutet.

    Im Regelfall steht die Email Versendung am Ende einer Kette, da der Werbetreibende erstmal an die Email Adressen kommen muss, um eine Versendung vorzunehmen. Das gleiche gilt für die Gewinnung von Facebook Friends/Followern.

    Eine faire Betrachtung zwischen Email und Social kann man nur vornehmen, wenn die Akquisitionskosten der Email Adressen und FB-Friends nebst der Kosten für den Versand der ausschlaggebenden Kampagne (Creative Erstellung, Kampagnenmangement, Versand) gegenüber gestellt wird.

    Wenn man darüber hinaus noch die gesamte Customer Journey hinzuzieht, wird es zwar komplex, aber daran kommt man nicht vorbei.

    Es gilt weiterhin Email=Umsatz, aber Handlungsanweisungen kann man daraus nicht gewinnen.

  2. Stefan
    Stefan
    3. Juli 2013 um 12:20 Uhr (4 Jahren ago)

    Erst einmal vielen Dank für den Kommentar.

    Dennoch bin ich natürlich anderer Meinung. Natürlich hat diese Statistik einen großen Wert. Dass in diesem Fall der letzte Touchpoint berücksichtigt wird sehe ich dementsprechend auch eher als erschwerend für die Email an, als dass es von Vorteil wäre. Welcher Neukunde gibt denn gerne seine Mailadresse an bevor er Kunde wird? Unter diesem gesichtspunkt ist die Neukundengewinnung per Mail mit knapp 7 % vsogar noch weitaus höher zu bewerten.

    Der angesprochene Touchpoint gilt im Übrigen für alle anderen Kanäle auch. Hier wurde der letzte Punkt genommen durch der Besucher zum kaufenden Kunden wurde. Welche Touchpoints er vorher alle berührte wäre allerdings natürlich interessant, wirft diese Studie aber leider nicht aus. Wir wünschen uns allerdings auch immer wieder, dass es unter genau diesen Gesichtspunkten einmal betrachtet werden würde.

    Im Bezug auf den Kosten bin ich klar der selben Meinung. Um einen Neukunden zu acquirieren fallen völlig unterschiedliche Kosten an, die selten gegenüber gestellt werden. Gerade in solchen Vergleichen könnte das Email Marketing dann nämlich richtig anfangen zu glänzen.

  3. Kristin Reinbach
    3. Juli 2013 um 13:11 Uhr (4 Jahren ago)

    Danke für die Inspiration und das Zahlenfutter.

    In der Tat sehr interessant – und es macht natürlich auch Sinn. Es deutet für mich klar auf den Wert von gut auf Kundenbedürfnisse und damit SEO ausgerichteten Pages – das ist schon mal hochinteressant, weil wir das für unsere Initiativen auch als Fokus sehen.
    Facebook wie bei uns z.B. „The Club of Happy Life-Preneurs“ ist verkaufen hin oder her dennoch sehr wertvoll, weil es eben ein ganz enges Gespür für die Zielgruppe ermöglicht.
    Man könnte sagen: Gute Content, SEO, Mail sind das was gute Verkaufsförderung im ‚alten‘ Marketing war, Facebook und Co. sind das Ohr am Markt, die Marktforschung und Pre-Test-Gelegenheiten.

    Danke nochmal und schöne Grüsse aus Starnberg!

  4. Stefan
    Stefan
    3. Juli 2013 um 14:00 Uhr (4 Jahren ago)

    Gern geschehen. Ebenfalls noch schöne Grüße nach Starnberg.

  5. Jochen Gottwald
    3. Juli 2013 um 14:20 Uhr (4 Jahren ago)

    Moin,

    ich bin eher bei Jörn.
    Jeder Kanal hat seine Wertigkeit, aber eine isolierte Betrachtung auf den letzten Touchpoint verzerrt.

    Beispiel:
    Nutzer klickt auf Display Banner/Facebook Textad etc. auf dem ihm ein Rabatt/Sonderangebot avisiert wird.

    Auf der Landing Page muß er seine eMail-Adresse angeben um den Rabattcode zugeschickt zu bekommen. Er reagiert nach Erhalt der Mail mit dem Bestätigungsklick innerhalb der Mail. Wir haben sein DOI und er den Rabattcode. Er kauft ein. Ein gängiges und bewährtes Vorgehen für Neukundengewinnung.

    Nach dieser Statistik ist der Neukunde durch eMail gewonnen worden.
    Sinnvoll??????

    Und die Argumentation „Welcher Neukunde gibt denn gerne seine Mail Adresse an bevor er Kunde wird?“ zieht in diesem Fall auch nicht.

    Es bleibt dabei. Jeden Kanal nach seiner Aufgabe in der Kette bewerten und die KPI’s sinnvoll anpassen.

  6. Stefan
    Stefan
    3. Juli 2013 um 14:28 Uhr (4 Jahren ago)

    Moin. Stimmt natürlich völlig. Dennoch gilt die Argumentation in beide Richtungen und nicht nur in eine. Bin ich ganz dafür jeden Kanal in der Kette bewerten und die KPI´s anzupassen. Nur liefert das diese Studie nun mal leider nicht. Ebenso wie sie die Kosten je Neukunde nicht berücksichtigt. Denn erst damit wäre es eine vollumfassende Studie. 🙂

  7. Jörn Grunert
    3. Juli 2013 um 19:34 Uhr (4 Jahren ago)

    Hallo Stefan,

    das sehe ich nicht so, die Last Touch Point Betrachtung schmeichelt dem Kanal Email und zeigt die Stärken auf. Die Relevanz von Email innerhalb der Customer Journey ist nicht so stark, da spielen Affiliate, allg. Display und Retargeting eine wesentlich stärkere Rolle.

    Um es mal plakativ zu sagen, wenn man mit diesem Ansatz die Kanäle von Gutscheinportalen (z.B. Groupon) oder einem beliebigen Shoppingclub (z.B. Vente Privee) bewerten würde, dann würde wahrscheinlich rauskommen, daß 90-95% der Verkäufe vom Kanal Email getrieben wird. Mehrwert hat diese Analyse nicht. Man könnte sogar die These aufstellen, daß diese Grafik von diesen Geschäftsmodellen massgeblich beeinflusst ist. Zeitlich passt es sogar ganz gut.

  8. Stefan
    Stefan
    4. Juli 2013 um 09:28 Uhr (4 Jahren ago)

    Hallo Jörn,

    natürlich sind diese ganzen Studien immer wieder mit Vorsicht zu genießen. Jede einzelne dieser Studien haben ihren Wert und andersrum kaum eine relevante Aussage. Das ist sogar bei den meisten der heute üblichen Infografiken usw. der Fall. Fundiert mit der kompletten Offenlegung der Herangehensweise in der Studie ist kaum eine. Ich zweifle selbst viele dieser Aussagen an und schenke fast allen keinen vollen Glaube. Ich nehme sie allerdings gerne her und ziehe daraus Schlüsse die man so durchaus machen kann.

    Zugegeben, die Headline ist natürlich schon mal sehr provokant gewählt. Aber sie ist durch die Zaheln in der Studie untermauert und ohne so eine provokante Überschrift würden wir nicht diksutieren. Genau das wünsche ich mir aber an dieser Stelle. Die Email ist zwar alt und angestaubt, aber eben auch viel besser als die meisten Marketer denken. Heute erstellen wir mobile optimierte Layouts mit Slidern. Da ist also noch jede Menge Luft nach oben.

    Viele Grüße
    Stefan

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