E-Mail Marketing Agentur

Vier Säulen wodurch das Silodenken überflüssig wird

Silodenken. Das immer wiederkehrende Buzzword, ist seit Jahren Bestandteil hitziger Debatten in verschiedensten Online Medien. Vor allem im Zuge der stetig voranschreitenden Digitalisierung von Prozessen – ob im Marketing oder Personalmanagement – scheint der Abbau unternehmensinterner „Barrieren“ unausweichlich.

Was Silodenken ist und warum es nicht in moderne Unternehmen gehört

Einfach ausgedrückt bezeichnet Silodenken striktes Abteilungsdenken und –Arbeiten. Bloß nicht über den Tellerrand schauen!  Visualisiert ist es schnell mit klassischen Unternehmensorganigrammen, in denen Aufgaben und Tätigkeiten an einzelne – und ausschließlich diese – Abteilungen geknüpft sind. Stehen abteilungsübergreifende Projekte an, gehen eigene oft vor gemeinsamen Interessen, was die Lösungsfindung erschwert.

Traurig aber wahr: genau genommen ist Silodenken nichts weiter als internes Konkurrenzdenken.

Vor allem (mittel)große Unternehmen stehen der Herausforderung aufweichender Themengebiete gegenüber. Bisher gut eingespielte Teams befinden sich im Spannungsfeld übergreifender Strukturen und Verantwortlichkeiten. So ist beispielsweise die Zielgruppenansprache eines Unternehmens schon lange nicht mehr nur die Aufgaben von Presse- und Marketingabteilung.

Die Herausforderung liegt in der Vereinigung gemeinsamer Ziele bei dennoch geregelten Zuständigkeiten und ohne einzelne Abteilungen zu benachteiligen.

Gemeinsam ans Ziel kommen - Ohne Silodenken!

Gemeinsam ans Ziel kommen!

Sind „Digital Business Units“ die Lösung?

Ein kleiner Ausflug entlang der Customer Journey: Jedes Unternehmen möchte möglichst dicht an seinen Kunden arbeiten und ihm die eigene Marke als Erlebnis – von der Inspirationsphase bis zum Wiederkauf – suggerieren. Dabei erlauben die Möglichkeiten heutzutage nahezu überall eine Kontaktaufnahme. Sei es die Werbung an der Haltestelle, in der Zeitschrift oder der eingeblendete Banner auf dem Smartphone. Soweit so gut.

Die eingehenden Daten laufen in diversen Tools zusammen und werden im besten Fall zentral gebündelt. Idealerweise erfolgt eine gemeinsame Segmentierung und dementsprechende Aussteuerung einzelner Kommunikationsmaßnahmen, die personalisiert an den Endverbraucher zurückgespielt werden. Oft ist es allerdings so, dass jede Abteilung eigene Datenabfragen und Analysen durchführt.

Ein weiteres, in diesem Kontext beliebtes Buzzword lautet Crossmedia. Richtig eingesetzt eine bezaubernde Lösung, die allerdings eine kooperative Unternehmenskultur untereinander voraussetzt. Ein regelmäßiger Austausch der Teams ist dabei unerlässlich. Beliebtes Beispiel: Die crossmediale Ausspielung einer Kampagne durch Brand-, Redaktions-, Social Media- und E-Mail-Marketing Team, die einen engen Austausch bedingt.

Ein Umdenken ist dringend nötig, um Kunden nicht an Wettbewerber zu verlieren, die sich bereits vor langer Zeit von Silodenken und traditionellen Strukturen verabschiedet haben. Kunden sehen die Onlinewelt als Ganzes, ein Verständnis an das es anzuknüpfen gilt, um individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Welchen Beitrag leistet Data Driven Marketing?

Größte Herausforderung: Viele denken in zu kleinen Zeiteinheiten, sprich zu kurzfristig. Um den Kunden mehr an sich zu binden, müssen Kampagnen und Kommunikationsstrecken langfristig ausgelegt, idealerweise mit einer Geschichte verknüpft sein und individuell angepasst an den einzelnen Empfänger. An dieser Stelle scheitern viele, da sie es organisatorisch nicht schaffen, die vorliegende Datenmenge kanalgerecht aufzuschlüsseln und weiter zu verarbeiten.

Voraussetzung für ein datengetriebenes Marketing ist das Zusammenfließen aller Daten in einer Quelle sowie eine einheitliche Datenhaltung. Um das Verhalten, die Bedürfnisse und die Wünsche der Kunden gebündelt zu sammeln und zu analysieren, gibt es glücklicherweise einige Tool- und Systemlösungen.

Wir von netnomics haben uns in 2016 intensiv mit der Thematik beschäftigt, in Berlin hielten wir hierzu im Frühjahr einen Vortrag auf der BEHV und im Oktober beim OMCup.

Zudem gab es im Herbst auf der dmexco die Möglichkeit unser Work Lab zum Thema zu besuchen.

Fazit:

Silodenken schwächt auf lange Sicht Unternehmen und Wirtschaft. Für ein erfolgreiches Miteinander gilt es die folgenden vier Säulen zu meistern:

  • Barrieren innerhalb einer Organisation aufweichen
  • Auch zwischen den Abteilungen ein „Wir-Gefühl“ schaffen
  • Innovationen fördern und gemeinsam ermöglichen
  • Systemlösungen für ein erfolgreiches Umdenken bereitstellen

Nur wenn alle an einem Strang ziehen kann eine ganzheitliche Kommunikation auf allen Kanälen gesichert und realisiert werden.

Zum Ende möchte ich euch noch ein passendes Zitat von Neil Postmann (amerik. Medienwissenschafter) aus dem Jahre 1992 mit auf den Weg geben, das heute mehr denn je an Bedeutung gewinnt: „Wir dürsten nach Wissen, aber wir ersaufen in Informationen“.

Welche Erfahrungen habt ihr in eurem Arbeitsumfeld gesammelt?

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Jana Grünert

Über Jana Grünert

Seit Juli 2014 bin ich bereits Teil des netnomics Teams und freue mich jeden Tag auf die vielen spannenden Projekte und Aufgaben. Meine Leidenschaft zum Online Marketing habe ich erst 2012, nach meinem Studium, bei ImmobilienScout24 in Berlin entdeckt und beschäftige mich seitdem vor allem im Bereich E-Mail Marketing.

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