Jan
18
2011

Erfolgsfaktoren im E-Mail-Marketing

Jeder Shop- oder Webseitenbetreiber kann heutzutage mit Freeware oder günstigen Programmen E-Mails oder Newsletter erstellen und versenden. Nur nicht jeder Newsletter ist in diesen Fällen auch richtig konzipiert um die Empfänger zu erreichen. Worauf kommt es an im E-Mail-Marketing und welchen Mehrwert haben Versender dadurch?

1. Eine E-Mail ist kein Brief

Dieser Grundsatz klingt simpel, ist aber durchaus ein wichtiger. Denn obwohl Sie Ihre Kunden “anschreiben” sollten Sie in E-Mails auf umschweifende Sprache und zu lange Texte verzichten. Kaum ein Newsletter wird wirklich gelesen - der Kunde “scannt” den Text und klickt auf für ihn relevante Informationen. Keep it short and simple.

2. Eine E-Mail ist auch kein Foto

Viele Fehler liegen in der Erstellung schon am Anfang: Newsletter die komplett als Bild, ja als “Gesamtkonzept” erstellt worden sind. Damit werden Sie nicht nur Kunden, die durch ihr E-Mail-Programm standardmäßig die Bilder unterdrückt haben möglicherweise gar nicht erreichen.

Auch Kunden, die Ihr Kunstwerk laden um es zu sehen, können weniger stark reagieren, als Sie dachten. Denn grafische Impulse und Reize werden vom Auge besonders dann wahrgenommen, wenn Sie außerhalb der Norm sind. Sie führen den Blick, und können demnach die Aufmerksamkeit des Empfängers bewusst lenken. Ein blauer Button auf blauem Grund ist somit zwar schön, aber wird leicht übersehen werden. Versuchen Sie nach dem Motto “weniger ist mehr” durch Bilder die Neugierde zu wecken und nicht ein großes Kunstwerk zu schaffen.

3. Wen interessiert’s ?

Dass Relevanz das oberste Gebot im E-Mail-Marketing ist, wissen natürlich alle Marketing Spezialisten in der Theorie. Doch was heisst das genau? Ist eine Produktbeschreibung relevant? Ein Preis? Die Farbe? Nur wenn Sie wissen wer Ihre Kunden sind und was diese brauchen, wissen Sie auch was relevant für sie ist. Der beste Newsletter kann eine geringe Conversion erzeugen, wenn er an die falsche Zielgruppe adressiert ist. Umgekehrt kann die passendste Zielgruppe den Klick verweigern, wenn der Inhalt nicht stimmt.

4. Wer nicht will, der hat schon

Oder anders formuliert: Pflegen Sie Ihre Empfängerliste. Diese weiter aufzubauen ist schwer genug, doch Sie tun sich keinen Gefallen, wenn Sie inaktive Kunden durch versteckte Abmelde-Links oder komplizierte Abmeldeseiten bei sich behalten. Nur eine gut gepflegte Liste wird mit guten Öffnungs- und Klickraten glänzen. Hier gilt ganz klar: Kleinvieh macht auch Mist und nicht nur die Masse sondern besonders auch die Qualität entscheidet!

5. Wissen ist Macht

All die kleinen Tipps können in der Theorie überzeugen, doch Ihnen und Ihrem Newsletter trotzdem nicht helfen. Warum? Ganz einfach: Allgemeinplätze und Allgemeinwissen basieren auf allgemeinen Tests und können lediglich als Benchmark dienen. Wenn Sie wissen möchten, was für Sie persönlich der bester Versandzeitpunkt,  das ansprechendste Layout, die richtige Zielgruppe, die richtige Frequenz und die richtige Ansprache ist, gibt es nur eins: testen, testen, testen. Je nach Verteilergröße, kann auch schon eine Umfrage etwas mehr Klarheit bringen.

6. Form follows function

Dies klingt wiederum simpel, aber eine wichtige Frage sollte vor jedem Newsletter geklärt sein: was ist Ihr Ziel? Ein verkaufsfördernder Newsletter muss anders wirken und anders verlinkt sein, als eine Erinnerung an einen Geburtstag oder ein Rezeptvorschlag. Redaktionelle Newsletter haben andere Ziele als vertriebsorientierte Newsletter und innerhalb dieser Gruppen ist das (Preis)Niveau auch noch entscheidend. Niemandem ist geholfen, wenn der Newsletter schön aussieht aber nicht den gewünschten Erfolg bringt.

Der richtige Inhalt zum richtigen Zeitpunkt, Abwechslung und Kreativität machen einen Newsletter einzigartig und geben dem Kunden was ser möchte: Mehrwert und Anreize zum Stöbern und Shoppen.

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