Das one-fits-all-Prinzip ist nicht nur in der Mode-Industrie schon lange nicht mehr aktuell. Ähnlich wie das Sender-Empfänger-Prinzip hat es die Medien-Mensch-Kommunikation eigentlich schon vor über 50 Jahren verlassen und Medienmacher vor die Herausforderung gestellt, ihre Botschaften genau an diejenigen zu senden, die es betrifft. Im Siegeszug der Massenmedien war dies nicht immer einfach. Zur Freude der Marketing-Spezialisten hat das E-Mail-Marketing weniger Probleme in der korrekten Ansprache, wenn es richtig betrieben wird.

Die richtigen Zielgruppen können nach grundlegenden Kriterien gebildet und unterschieden werden. Hier ein paar Beispiele für eine sinnvolle Segmentierung:

  • Geschlecht – die Wahrnehmungspsychologie hat in vielen Studien erwiesen, dass Männer und Frauen die Dinge unerschiedlich betrachten und daher auch unterschiedlich darauf reagieren
  • Alter – schon allein in der Ansprache unterscheiden sich ältere Menschen von jüngeren. Wenn Sie ein Produkt für Jedermann haben, sollten sie es jedem zuträglich vorstellen.
  • Status – ob Interessent oder langjähriger Kunde, ist im Reaktionsverhalten oft ein großer Unterschied. Interessenten könnten auf große Lockangebote erfreut reagieren, während Bestandskunden lieber die Kernprodukte sehen wollen.
  • Aktivität – auch langjährige Kunden können nur ein oder zwei mal im Jahr großes Interesse haben. Dieses mit der richtigen Ansprache immer wieder zu wecken, ist das Ziel bei diesem Segment.
  • Interessen – wenn Sie Interessen abgefragt haben, nutzen Sie diese um bei den ausgespielten Inhalten möglichst relevante zu präsentieren.
  • Kaufkraft – wenn Sie die Käufe Ihrer Newsletterempfänger mit nachhalten können, haben Sie die Möglichkeit jeweils das ungefähre Einkaufsbudget zu ermitteln. Bei ähnlichen Produkten in unterschiedlichen Preislagen, wird diese Information zu gezielterem Interesse beim Kunden führen.
  • Geografie – Kunden in Bayern können sich durch ein wenig bayrisches Brauchtum in der Ansprache geschmeichelt fühlen – andere Empfänger mögen das anders sehen. Jedes Bundesland hat hier eigene Sprachformen und Sprichwörter, die Sympatieträger sind und für gesteigerte Aufmerksamkeit sorgen.
  • Soziodemografie – unterschiedliche soziodemografische Eigenschaften schaffen unterschiedliche Bedürfnisse, auf die Sie besser eingehen können, wenn Sie diese kennen. Ein anderes Layout oder eine andere Ansprache sorgen auch hier für höhere Conversion und Sympatiepunkte.

Eine gute Segmentierung hilft Ihnen Ihre Kunden besser zu verstehen und gezielter anzusprechen. Nur weil E-Mail ein Massenmedium ist, heisst das also noch nicht, dass Sie Massen mit einer Botschaft erreichen.

Über Maraike Schulz

Ich bin ins kalte Wasser gesprungen vor 9 Jahren und habe mich nach und nach an das Thema E-Mail-Marketing herangetastet. Dabei habe ich bei der netnomics GmbH die verschiedenen Kanäle des Online-Marketings kennen gelernt: SEM, SEO, Affiliate und natürlich immer mehr den Star der Performance: E-Mail. Das Ganze sowohl für das B2B als auch das B2C Umfeld und mit wachsender Begeisterung. Kein Medium was so lange überlebt hat, trotz dem es schon mehr als einmal tot geglaubt wurde.

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