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Paint it black – Was steckt hinter Black Friday und Cyber Monday?

Der Black Friday steht vor der Tür. Ein schwarzer Tag für uns? Nein, gar nicht; zusammen mit dem Cyber Monday stehen uns die beiden wichtigsten saisonalen Ereignisse im E-Commerce bevor. Wir wollen einmal wissen was hinter den markigen Bezeichnungen steckt, wie sie sich nach außen präsentieren und welche Möglichkeiten sich hier dem Newsletter Marketing bieten.

Black Friday

In den USA ist das traditionell der vierte Freitag im November. Direkt nach Thanksgiving und von vielen Amerikanern als Brückentag genutzt, markiert das verlängerte Wochenende inoffiziell den Start der Weihnachtseinkaufsaison. Der Werbeaufwand ist immens und sowohl im stationären Handel als auch im Onlinebereich werden viele attraktive Spar- und Gratis-Angebote gemacht. Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt und birgt viel Raum für Interpretation.

Cyber Monday

Dieser Montag folgt auf das Wochenende nach Thanksgiving und wurde ins Leben gerufen als Antwort des Online Handels auf den Black Friday, welcher ursprünglich aus dem traditionellen/Offline-Handel stammt. Vor allem zum Markstart von amazon.de hat der Konzernriese hier ordentlich gepusht.

Popularität in Deutschland

Mittlerweile sind diese Schnäppchenjagden auch in Deutschland angekommen. Allerdings lässt der Bekanntheitsgrad noch zu wünschen übrig. Laut einer Quelle von horizont.net wissen gut zwei Drittel aller deutschen Konsumenten mit dem Begriff „Black Friday“ nichts anzufangen. Das kann sich aber noch ändern – gut zu sehen an den Beispielen Valentinstag oder Halloween. Ein planbares und themenstarkes Event animiert die Käufer und birgt damit viel Potential.

Ein Blick auf die Bildsprache:

Erwartungsgemäß zeigt sich der Black Friday in Schwarz-, Weiß– und Grautönen. Dazu gesellen sich gelegentlich Signalfarben wie Magenta, Gelb, Hellgrün etc. aber auch dunkle Blautöne tauchen auf.
Da es sich um einen SALE handelt, finden sich zahlreiche bekannte Elemente wieder, die auch im klassischen „roten“ Sale eine große Rolle spielen:

  • Markante Typographie
  • Reduzierte Farbpalette
  • Konzentration auf ein Thema
  • Auffällige Störer, Prozente, CTAs, Gutscheine
  • Möglichst schlicht und möglichst groß

Da Black Friday / Cyber Monday auf Weihnachten hindeuten, lässt sich hier auch die bekannte Bildsprache verwenden.
Für das Auge (noch) ungewohnt finden sich Christbaumkugeln, Schnee und ganz viel Glitzer vor massiv schwarzen Flächen. Einen ähnlichen Effekt hatte sicher vor vielen Jahren das plakative Rot, das wir heute so selbstverständlich mit Weihnachten verbinden.

Einige „klassische“ Beispiele:

 




Besonders gut gefallen hat uns der Blick über den Tellerrand, der sich z.B. auf folgende Art und Weise zeigte:






 

Fazit: Must-have oder nur heiße Luft?

Etwas problematisch ist das Storytelling. Außer Rabatten scheint nicht viel zu stecken hinter den beiden Events.
Kritiker empfinden selbst diese oft als Augenwischerei und sprechen über unseriöse UVPs und aufgeblasene Rabatte. Thanksgiving und die Holiday Saison spielen hierzulande keine Rolle. Es fehlt daher an Ritualen und Symbolik. Mir persönlich fehlt das. Obwohl Weihnachten sich schon längst von der Christusgeschichte weg in Richtung Geldmaschine bewegt hat, lassen sich noch Geschichten erzählen, Emotionen wecken und ein gewisser Mehrwert erspüren. Ein Fest für Familien. In warmen Farbtönen.

Black und Cyber sind da wesentlich abstrakter und hier braucht man viel Kreativität damit sie für unsere Kinder mal fest im Kalender markierte Festtage werden. Falls das überhaupt nötig wird, es gibt ja auch Potential in unseren eigenen Feiertagen.
Sehgewohnheiten ändern sich und für uns bergen die Gestaltungsmöglichkeiten für Black Friday und Cyber Monday noch viel Luft nach oben.

Wir sind gespannt was unsere Kunden und der Markt in Deutschland da in Bewegung bringen. Warten wir einfach mal auf sowas wie den Black-man, die Sympathiefigur mit dem Paket voll guter Angebote ab 5 Uhr morgens und Cyber-man, den Robo-Einkäufer.

Wie reagiert ihr auf Black Friday und Cyber Monday? Habt ihr schon eifrig den Kalender markiert oder lässt euch das kalt? Wir freuen uns auf eure Meinungen!

Kay Treysse

Über Kay Treysse

Seit 2012 unterstütze ich unser großartiges Team in den Bereichen Newsletterdesign, HTML -Umsetzungen, Photoshop Schulungen u.v.m. Grafikdesigner bin ich über Umwege geworden. Nach dem Diplom Studium Freie Kunst an der SAdBK Karlsuhe arbeitete ich 2 Jahre bei der Otto Tochter discount24 in der Grafik und einige Jahre selbstständig als Künstler, Illustrator und Grafiker.

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