E-Mail Marketing Agentur

Teil 1: Adressbeschaffung und Informationspflicht

Der gängiste Weg der Erweiterung des e-Mail-Adresspools führt über ein Anmeldeformulare auf der eigenen Webseite. Für eine weitere Verarbeitung dieser Daten im Rahmen eines Bestellprozesses werden allerdings nicht lediglich die Daten des Interessenten benötigt, sondern viel wichtiger: die Permission bzw. die Einwilligung, diese Daten für weitere Zwecke zu nutzen.

Der Gesetzgeber hat daher in dem § 7 des UWG die sogennante „Opt-In“- Pflicht gesetzlich vorgeschrieben. Eine gesonderte Einwilligung muss außerdem für eine werbliche Nutzung, wie zum Beispiel der Versand des Newsletters, gegeben werden. Da auch bei einer erworbenen Adresse die Nachweispfilcht bezüglich des Opt-Ins beim Werbenden liegt, wird in Deutschland oft auf das Double-Opt-In, also die Bestätigung der Einwilligung zurückgegriffen.

Allerdings lässt sich sagen, dass die Einwilligung per Webseite auf dem elektronischen Weg am Einfachsten ist. Oft wird diese Datenbeschaffung mit einem Gewinnspiel kombiniert. Diese Permission muss vom Interssenten aktiv bewilligt werden. Aktiv heißt in diesem Fall, dass der übliche Weg, per „Häkchen“ im Aktionsfeld, nicht automatisch aktiviert sein darf. Dieses „Häkchen“ muss selbstständig vom Interessenten gesetzt werden.

Weitere Möglichkeiten der Online-Adressbeschaffung stellen das Co-Sponsoring und die Co-Registrierung dar.  Beim Co-Sponsoring wirkt ein Unternehmen bei einem Online-Projekt, wie z. B. einem Gewinnspiel, als „Mit- Sponsor“. Dieser Mit-Sponsor MUSS namentlich bei der Registrierung genannt werden. Er genießt imAnschluss das Recht die gemeldeten Daten der Anmelder ebenfalls gewerblich nutzen zu dürfen, sofern das Opt-In bestätigt ist.

Bei der Co-Registrierung dagegen hat der Interessent die Möglichkeit neben dem eigentlichen Produkt, sich noch für ein weiteres (inhaltlich bzw. thematisch passend zum  Ursprungsprodukt) anzumelden. Dies geschießt ebenfalls AKTIV mit einem selbst durchgeführtem Opt-In.

Abonnenten müssen in allen Fällen auf den Verwendungszweck der Daten (also die Bestellung eines Newsletters) und deren Verarbeitung vom Dienstanbieter ausdrücklich hingewiesen werden. Letztlich muss der Kunde schon bei der erstmaligen Kontaktaufnahme beziehungsweise der erstmaligen Überlassung seiner E-Mail-Adresse darauf hingewiesen worden sein, dass er ihrer Verwendung jederzeit widersprechen kann.

Eine sogenannte „Verschleierung oder Verheimlichung“ der Identität des Absenders einer gewerblichen E-Mail gilt als wettbewerbswidrig. Der Empfänger muss eindeutig erkennen , um wen es sich bei dem Versender handelt (vgl. § 6 Abs. 2 TMG).

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