Heute sehen immer mehr Menschen anders TV als früher. Sie beschleunigen das Fernsehen von zu Hause aus. Neben ihnen auf dem Sofa liegt nicht nur die Katze sondern auch ein Smartphone, Tablet oder Laptop, ihr sogenannter „Second Screen“. Man agiert heute so schnell und erlebt so viele bewusste und unbewusste Eindrücke im Alltag, dass einem das TV-Programm alleine einfach nicht mehr reicht. Oder man kann nicht mehr abschalten. Auch die Geräte nicht. Man könnte ja irgendetwas verpassen. Rund die Hälfte der Menschen, die regelmäßig fernsehen, haben heute einen Second Screen laufen. Hauptsächlich verwenden sie neben ihrem Fernseher einen Laptop, belegen zahlreiche Studien.

Studie Second Screen Fittkau & Maaß

Der Trend hat sich in den deutschen Wohnzimmern und Schlafzimmern so schnell und heimlich etabliert, dass viele Kunden und Agenturen diesen neuen kreativen Spielplatz noch gar nicht nutzen konnten. Doch das Internet löst nicht den Fernseher ab, sondern die Vielfalt der Technologien löst die Monotonie ab. Von allen Internet-Usern, die einen Second Screen benutzen, belegen Studien, dass die Hälfte davon regelmäßig E-Mails bearbeitet. Das bedeutet im Klartext: Eine E-Mail wird am häufigsten auf dem Second Screen genutzt (Quelle: Fittkauf & Mass-Studie). Warum holen wir also im E-Mail-Marketing nicht in Zukunft unsere Zielgruppen auch vor dem Fernseher ab und bringen diese in den Zusammenhang mit den Sendungen, die in Echtzeit laufen? Denn zur Zeit muss sich die Zielgruppe Entertainment im Zusammenhang mit ihrer Sendung im Internet noch selbst suchen und das macht nach aktuellen Studien immerhin jeder Zehnte.

 

Second Screen im Email Marketing

Während des Tatorts posten beispielsweise nach einigen Minuten schon hunderte von Usern ihren Tipp in die Facebook-Gruppe, wer der Mörder sein könnte. Nur muss man sich im E-Mail Marketing vor Augen halten, dass eine E-Mail mehr Aufmerksamkeit einnimmt als ein kurzer Facebook-Post, daher muss man sich genau überlegen, welche Informationen man verschicken will, wann und an wen man diese verschickt und wie die Zielgruppe diese Informationen zu der jeweiligen Sendung nutzen soll, d.h. dass man auch daran denkt, eine mobile Variante umzusetzen für die Smartphone-Nutzer und nicht nur eine Version für die Zielgruppe am Rechner. Man merkt schon: Die Hauptaufgabe für Agenturen ist es, das Nutzungsverhalten der Zielgruppe bis ins kleinste Detail in ihrem Privatleben zu kennen.

Nach Belegen surft die Zielgruppe häufiger am Wochenende im Internet. Da bietet sich eine Samstagabend-Show genauso gut an wie der Tatort-Abend für Kunden. Auch das Champions League-Spiel in der Woche sollte man nicht verpassen. Seien es Informationen über die Kleidung der Gäste in einer großen TV-Show oder wo man sich zum Champions-League-Spiel am Besten noch passendes Essen und einen Kasten Bier zum Anpfiff bestellt-alles ist im Tagesgeschäft möglich. Möglich ist ebenfalls, eine Verlängerung zum TV-Spot zu schaffen, das heißt, parallel zur gebuchten Sendezeit eines TV-Spots auch die E-Mail-Kampagne entsprechend zu terminieren.

Der Spielplatz für Email-Marketing-Kreative zum Ausdenken und Entwickeln von E-Mails und Apps, die Services, Rabattaktionen, kreative Ideen und natürlich letztendlich Werbung enthalten ist schon da. So, here we go!

 

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