E-Mail Marketing Agentur

Geschlechtsspezifische Kommunikation im Beruf

Sie schlägt gerne vor, ist fast immer höflich, lässt sich leicht unterbrechen und fragt häufig nach.
Er hingegen pflegt einen direkten Gesprächsstil, flucht öfters mal, unterbricht häufig und steuert gerne die Kommunikation.

Soweit das Klischee. Es hat sich heutzutage jedoch viel getan, sodass man nicht mehr von den traditionellen Geschlechterrollen ausgehen kann. Es gibt heute ebenso männlich kommunizierende Frauen, genauso wie weiblich kommunizierende Männer. Gerade im beruflichen Alltag ist es wichtig zu erkennen, mit welchem Kommunikationstyp man es zu tun hat.

Man and woman shaking hands, (Close-up)

Das vier-Ohren-Modell

Aber inwiefern kommunizieren wir denn nun alle unterschiedlich? Der deutsche Psychologe und Kommunikationswissenschaftler Schulz von Thun beschrieb anhand eines Kommunikationsquadrates auf welchen Ebenen der Mensch kommuniziert. Der Sender (derjenige der die Botschaft verbreitet) hat in diesem Fall 4 Schnäbel und der Empfänger 4 Ohren. Wir können auf verschiedenste Art und Weisen etwas von uns geben und die Botschaft enthält vier verschiedene Ebenen auf einmal:

  • die Sachebene (worüber ich informiere)
  •  die Selbstkundgabe (was ich von mir zu erkennen gebe)
  • die Beziehungsebene (was ich von dir halte und wie ich zu dir stehe)
  • die Appellebene (was ich bei dir erreichen möchte)

Das Problem also, und auch öfters mal Grund von Kommunikationsproblemen zwischen den Geschlechtern: Der Sender sendet seine Botschaft auf einer anderen Ebene, als die, auf der der Empfänger sie versteht. Die wohl bekannteste Szene ist die von Loriot und dem Frühstücksei.

Frauen und Männer auf unterschiedlichen Ebenen?

Besonders in sachlich parlierenden Abteilungen (IT, Controlling, Buchhaltung), wo gerade eine sachliche Denk- und Arbeitsweise gefordert ist, verhält sich die Kommunikation an solchen Arbeitsplätzen ebenfalls eher direkt, rational und effizient. Die Kollegen kommunizieren in solchen Berufen meist eher auf der Sach- und Appellebene, eben damit sich klar und deutlich ausgedrückt wird.

In eher weiblich assoziierten Berufen, wie PR, Marketing oder Pädagogischen Bereichen steht im Gegensatz dazu die Kommunikation auf Beziehungsebene und Selbstkundgabe im Vordergrund. Im Fokus steht ein eher emotionaler, beziehungsorientierter und kooperativer Umgang.

Es ist aber egal ob Mann oder Frau, weiblich sprechende Typen sind weitaus geschulter auf der Beziehungsebene zu kommunizieren, da sie Rücksicht auf ihr Umfeld nehmen und sowohl teamorientierter als auch kooperativer sind.

Ein Beispiel:  Ein IT und PR Mitarbeiter sollen ein gemeinsames Projekt betreuen, kommunizieren aber auf unterschiedlichen Ebenen….

Die E-Mail

Hier der typisch weibliche Stil:

„Lieber Peter,
ich hoffe, du hattest einen schönen Urlaub und hattest eine tolle Zeit in Italien.
Ich würde gerne nächste Woche ein Meeting mit dir vereinbaren und würde mich auf einen Terminvorschlag von dir freuen.
Lieben Dank. Viele Grüße, Marie“

Der typisch männliche Stil:

„Hallo,
wann hast Du nächste Woche Zeit für das Meeting? Montag, 16 Uhr?
Gruß, Heiko“

Wie man schon bei diesem etwas überspitzen Beispiel erkennen kann, kommuniziert Marie ganz anders als Heiko. Sie nutzt eine emotionale Anrede, plaudert ein wenig, um die Beziehungsebene stärken und Sympathie zu schaffen. Es folgt eine Sachbotschaft, allerdings inklusive Selbstbekundung (ich freue mich) und am Ende der Mail verabschiedet sie sich höflich.
Die männliche Mail hingegen spielt sich auf der Sach- und Appellebene ab. Bei einer solchen Kommunikation kann es oft vorkommen, dass der weibliche Typ die E-Mail als unhöflich interpretiert und der männliche als sinnloses Gerede.

Kommunikation als Schlüssel zum Erfolg

Um die eigene Kommunikation richtig einsetzen zu können und sie in bestimmten Bereichen
umzusteuern, ist es wichtig, dass man sich im Klaren darüber ist, welche Art Typ man selbst ist und  mit welchen Sprachtypen man es im beruflichen Umfeld zu tun hat. Auf welcher Ebene kommuniziert mein Gegenüber und welche der vier Ohren ist bei ihm am meisten ausgeprägt?

Der weiblich kommunizierende Typ sollte mit einem männlich sprechenden Typen eher auf der Appell- oder Sachebene sprechen und Anliegen, Fragen oder Kommentare klar, direkt und prägnant aussprechen.

Andersherum hingegen, sollte der männliche Typ versuchen auf der Beziehungsebene zu kommunizieren und über Alltagsdinge plaudern, wenn er z.B. Rücksprache mit Kollegen aus dem Marketing hält.

Schafft ihr den Sprung über die Geschlechter-Kluft? In diesem Quiz findet ihr einige Szenen, die sich im Berufsalltag immer wieder so oder so ähnlich abspielen – und das in zwei Varianten…

Lara Dilger

Über Lara Dilger

Ich studiere Wirtschaftspsychologie im fünften Semester an der Fachhochschule Fresenius in Hamburg und interessiere mich sehr für die psychologischen Hintergründe der Werbung und deren Wirkung auf jeden von uns.
Aus diesem Grund habe ich meine Schwerpunkte auf Markt-, Werbe- und Medienpsychologie und Communication Management gesetzt. In beiden Schwerpunkten habe ich vieles über die Verknüpfung von psychologischen Modellen in der Werbung gelernt und wie die Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden möglichst interaktiv und vor allem attraktiv gestaltet wird. .

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