Der erste Eindruck ist nicht nur bei einer analogen Begegnung mit Menschen, Firmen und Orten entscheidend. Auch im virtuellen Raum wird zwischen 150 Millisekunden (weniger als das Sechstel einer Sekunde) und 90 Sekunden tagtäglich von uns entschieden, ob es sich lohnt sich mit dem digitalen Gegenüber weiter zu beschäftigen  – oder nicht. Das Dilemma im E-Mail-Marketing dabei ist: Sie können nicht reagieren, sondern müssen vorbereitet sein. Hier also ein paar Tipps für einen guten ersten Eindruck.

Wenn ein Kunde in Ihren Laden kommt, weil er etwas sucht, lächeln Sie ihn an und sagen „Herzlich willkommen. Kann ich Ihnen helfen?“ Im deutschsprachigen Raum wird zwar ein „Guten Tag.“ und ein leises Warten, bis der Kunde offensichtlich Hilfe benötigt schon als höflich genug empfunden, doch der erste Eindruck wird dennoch deutlich geprägt, wenn Sie den Kunden ignorieren und sich weiter mit Ihrem Umsatz beschäftigen. Warum also im Web anders handeln? Mit einer Willkommens-E-mail können Sie einen guten oder einen schlechten Eindruck hinterlassen, also nutzen Sie die Chance.

Hier zwei  Beispiele für die verschiedenen Varianten einer E-Mail-Willkommensnachricht:

Willkommens-E-mail im Textformat
Multipart Welcome Mail

Natürlich hat jeder Versender seine individuelle Zielgruppe, und nicht jeder Kunde möchte, wie von IKEA,  geduzt und an die Hand genommen werden.  Wir haben aber einige Grundregeln ableiten können, die den ersten Eindruck  – gleich welchen Absenders – verbessern:

  • Layout:
    Bilder müssen in den meisten Clients nachgeladen werden, doch über Bilder erkennt der Kunde Ihre Firma wieder: Logo und Layout sind das Outfit der E-Mail. Sie wollen sich doch nicht in Jogginghose vorstellen, oder?
  • Ansprache:
    Der Kunde hat Ihnen einen Gefallen getan – er hat Interesse bekundet mehr mit Ihnen zu tun zu haben. Sich bedanken gehört zum guten Ton! Und wenn Sie nach seinem Namen gefragt haben, sprechen Sie Ihren Kunden doch persönlich an.
  • Inhalt:
    Eine kurze Einführung in Ihr Sortiment bietet dem Kunden Orientierung. Ein Vortrag über die Geschichte und die Einzigartigkeit wird eher abschrecken. Kurz und knapp: was erwartet den Kunden, welche Vorteile bringt der Newsletter und wie geht’s jetzt weiter?
  • Frequenz:
    Als Besucher würden Sie sich ankündigen. Überraschungsbesuche mag man auch nur von Freunden (und nicht mal dann passt es immer) und deswegen: Sagen Sie wann und wie oft der Kunde mit Ihrem Newsletter zukünftig rechnen kann.
  • Vorteilskommunikation:
    Geschenke sind Gesten des Freundschaft, doch zuviel verschenkt erweckt Mißtrauen. Wenn auch nicht gleich ein Muss, so kann der Anreiz zum Stöbern und ein Willkommens-Erlass die Aktivität ankurbeln. Die Handtasche oder ein kostenloses E-paper können das auch, allerdings sollten Sie dann schon genau wissen was Ihre Kundschaft möchte. In jedem Fall muss Ihr Newsletter ja etwas zu bieten haben, sonst hätte der Kunde kein Interesse. Sagen Sie das ruhig auch!
  • Zustellbarkeit:
    Schon mal eine Visitenkarte hergegeben? Zustellbarkeit ist das A und O im E-Mail-Marketing. Ein Eintrag ins Adressbuch kann Ihnen diese gewährleisten. Fragen Sie ruhig. Der Kunde möchte ja schließlich Ihre Information auch bekommen.

Der gute erste Eindruck ist nicht leicht zu verbreiten, aber wie wichtig dieser ist, wird oft unterschätzt. Oder was halten Sie von einem Verkäufer oder Vertreter, der in Jogginghosen vor Ihnen steht, sich nicht vorstellt, nicht bedankt, dass Sie ihn rein lassen und von dem Sie nicht wissen wann und ob er wieder kommt?

Maraike Schulz

Über Maraike Schulz

Ich bin ins kalte Wasser gesprungen vor 9 Jahren und habe mich nach und nach an das Thema E-Mail-Marketing herangetastet. Dabei habe ich bei der netnomics GmbH die verschiedenen Kanäle des Online-Marketings kennen gelernt: SEM, SEO, Affiliate und natürlich immer mehr den Star der Performance: E-Mail. Das Ganze sowohl für das B2B als auch das B2C Umfeld und mit wachsender Begeisterung. Kein Medium was so lange überlebt hat, trotz dem es schon mehr als einmal tot geglaubt wurde.

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