E-Mail Marketing Agentur

Jeder Zielgruppe muss aufs Maul geschaut werden

Marken haben nicht nur Gesichter, versprühen ihre eigenen Laute und haben ihre eigene Welt aufgebaut, in der sie leben. Sie sprechen auch ihre eigene individuelle Sprache, an die sich ihre Zielgruppe unbewusst gewöhnt hat und die ebenfalls, pauschal gesagt, der Sprache entspricht, die die Zielgruppe verwendet.

Astra - keine nackte Haut

Claims wie für Astra (Was dagegen?) oder für Media Markt (Ich bin doch nicht blöd) machen es vor: Sie schauen ihrer Zielgruppe regelrecht aufs Maul und wecken durch sie positive Emotionen wie Vertrauen und Nähe. Die eigene Sprache muss sich ganzheitlich durch die gesamte Kommunikation ziehen: Vom Plakat über den TV-Spot, den Newsletter bis hin zur kleinsten Broschüre, aber letztendlich auch am Point of Sale: So muss der Bankangestellte einer Bank auch am Schalter die Markenwerte in der jeweilig festgelegten Corporate Language der Bank transportieren und in dieser festgelegten Sprache sein Gespräch wie auf dem Plakat vor der Bank.

Corporate Language

Corporate Language

Die Corporate Language, oder Markensprache genannt, legt für die Marke fest, wie sie überzeugend mit dem Konsumenten spricht, vereinfacht für Kreativagenturen den Textprozess, unterstreicht die Markenwerte, macht die Markenwelt größer, gibt der Marke eine Identität, grenzt sie von der Konkurrenz ab und erhöht die Effizienz. Corporate Language ist genauso nachhaltig und substanzvoll wie ein Corporate Design, deswegen ist es sehr wichtig nicht nur die Design Guidelines zu beachten, sondern auch die Copy Guidelines. So sehr man sich bei Astra den Astra-Konsumenten über den Claim „Was dagegen?“ in der Kneipe vorstellen kann und sich durch diese zwei Worte im Kopf Bilder eröffnen, die alle Sinne anregen, so perfekt ist die Corporate Language auf den Punkt gebracht.

Zielgruppe

Im Gegensatz zu Bildern hat man über Headlines die Möglichkeit, dass jeder sein eigenes, individuelles Bild im Kopf kreativ entwickeln kann, was mit individuellen Erinnerungen und Erfahrungen automatisch gekoppelt werden kann und somit in der Tiefe der Psyche hängenbleiben kann. So ist es z.B, sehr wichtig, ob wir unsere Zielgruppe duzen oder siezen, ob wir englische Worte verwenden können oder ob die Zielgruppe dafür zu wenig Englischkenntnisse besitzt, ob wir eine poetische Sprache benutzen müssen und den Text mit Fremdwörtern ausschmücken oder ob wir eine alltägliche Gebrauchssprache der Straße verwenden können, ob wir laut und dynamisch oder leise und gediegen mit ihr kommunizieren.

Entwicklung

Bei dem Aufbau einer Markensprache ist es wichtig, dass man die Markenessenz bereits im Markennamen schon einbindet. Um die richtige Markensprache weiterzuentwickeln, ist es außerdem substanziell, dass man die Werte, die Kompetenzen der Marke, die Zielgruppe und den Wettbewerb gut kennt. Es sollten erst einmal die generelle Tonalität und die Sprachpersönlichkeit der Marke festgelegt werden. Auf Basis dessen, können einzelne Texttypen wie werbliche Texte, verkaufsfördernde Texte oder Service-Texte der Markensprache angepasst werden. Dabei ist es wichtig, dass auch festgelegt wird, wie innerhalb der Corporate Language mit Humor oder negativen Botschaften umgegangen wird, sowie ob es ein Gendering geben soll oder ob sich die Stilistik innerhalb der Zielgruppensegmentierung verändert.

Vokabular

Und es sollte viel mehr in der Corporate Language festgelegt werden: Auch beispielsweise das Vokabular, was Fachbegriffe oder Anglizismen beinhalten kann, die auf das Allgemeinwissen der Zielgruppe passen muss. Das heißt also: Wenn jede Marke ihre eigene Sprache hat und es Millionen von Marken auf der Welt gibt, die Produkte oder Dienstleistungen verkaufen, dann gibt es auch Millionen von Sprachen. Da kann man nur sagen: Spannende Medienwelt!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertung. Sei der Erste!)
Loading...

Kommentiere