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DRDS – Design Research & Design Strategy Conference #3

Am Donnerstag, den 22.09.2016 fand zum dritten Mal die Design Research & Design Strategy Conference in Hamburg statt. In den Räumen der iF design exhibition und dem designexport in der Hafencity wurde praxisnah über Trends und Entwicklungen im Bereich Designforschung und Designstrategien referiert. Abgerundet wurde das Programm durch vier verschiedene Workshops, von denen man in zwei selbstgewählten sein Wissen testen, ausbauen und vertiefen konnte.

DRDS – Design Research & Design Strategy Conference #3

Das Programm – FBI?

Neben den internationalen Rednern direkt aus der Branche, wie adidas, Lenovo, Philips und der Deutschen Telekom, passte einer auf den ersten Blick nicht so richtig ins Bild. Mark Safarik, Criminal Profiler vom Federal Bureau of Investigation (FBI). Doch der Eindruck täuschte. Kurz vor dem Lunch fesselte er sein Publikum mit seinem Vortrag „Criminal profiling as a tool for innovation development“. Anhand von realen Fällen schilderte er seinen Alltag und was sich davon auf die Design-Branche übertragen lässt. Die wichtigsten Learnings waren:

  • Thinking Outsite the Box – Hierzu brachte er ein anschauliches Beispiel: „Versuchen Sie, 9 Punkte, angeordnet in einem Quadrat, mit 4 zusammenhängenden Linien zu verbinden.“ Hört sich simpel an. Jedoch versucht unser Gehirn in Mustern und Strukturen zu denken und die Linien so zu verbinden, dass am Ende auch ein Quadrat entsteht. Die Lösung ist allerdings eine andere.

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  • Nicht von sich auf Andere schließen – Hier zeigte Safarik für ca. 8 Sekunden einen Satz und fragte davor, wie oft der Buchstabe F zu sehen sei. Jeder im Raum war sich sicher, die richtige Antwort zu wissen. Jedoch nach Handzeichen waren von 2 bis 6 F’s alle dabei.
  • Auch mal rückwärts denken – Bei einem Verbrechen sieht der Ermittler nur das Ergebnis. Alle Informationen zu Motiv und Tathergang müssen erst erarbeitet werden.

Hierbei haben alle Learnings eines gemeinsam. Es lohnt sich auszubrechen und in andere Richtungen zu denken – mal etwas Neues auszuprobieren. Klingt simpel? Ist es auch! Jedoch verliert man die simplen Dinge im stressigen Alltag viel zu oft aus den Augen.

Die Workshops – Frames und Insights

Die jeweils einstündigen Workshops bestanden aus einer kurzen Einführung in die Thematik sowie anschließender Gruppenarbeit und Auswertung der Ergebnisse. Ich entschied mich für folgende Workshops:

  • „From Signal to insights“: Ein Signal ist eine einzelne Aussage und beruht auf einer Quelle. Mehrere Signale, mit ähnlicher Funktion, zusammengefasst werden zu einem Insight. Das abschließende Insight-Statement fasst die Kernaussage der Signale kurz zusammen. Dies ist eine gute Methode um Informationen zu clustern.
  • „Beyond existing frames – insights for Design“: Beim Framing geht es darum Informationen oder Gegenstände einzuordnen und diese durch einen anderen Kontext wieder zu verändern. Ein einfacher Teller kann z.B. je nachdem in welchem Zusammenhang er mit anderen Gegenständen steht, an Bedeutung und Wertigkeit zu oder abnehmen. Mit Besteck, wird von ihm gegessen. Legt man eine Schale Katzenfutter darauf, wird er zu einem Napf. Von einem Teller mit etwas Kleingeld, würde man allerdings nicht mehr so gern essen.

Es war ein schöner Tag und ich habe auf jeden Fall einiges mitgenommen. Das nächste Jahr und die DRDS#4 kann kommen. 🙂

https://www.email-lounge.de/design-layout/drds-design-research-design-strategy-conference 3

 

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