E-Mail Marketing Agentur

Allein unter Bauern? Jeder denkt an sein eigenes Silo!

Im Online Marketing denkt jeder nach wie vor an sein eigenes Silo. Wir haben mittlerweile das Jahr 2014, seit langem wird in Fachkreisen über „Big Data“ gesprochen. Sogar in den RTL Nachrichten wird gegenüber dem Ottonormalverbraucher im Rahmen eines Berichts über Amazon von Big Data gesprochen. Soweit ist das Buzz-Word also schon durchgedrungen – in der Theorie! Die Wirklichkeit sieht aber aus meiner Sicht ganz, ganz anders aus – der Weg zu Big Data steht bei jedem Unternehmen auf der Agenda und die Projektpläne überschlagen sich vor Entwicklung und Neuorganisation.

Satt aber schlaflos im Kuhstall

Jeder kanalverantwortliche Online Marketer ist ein mittelgroßer Bauer. Er ist redlich am Werk sein Feld zu beackern und die besten, größten und meisten Früchte am Ende einzufahren und in seinem Silo zu bunkern. Daraus ergibt sich doch aber ein zentrales Problem: Der Bauer, der den Mais anbaut, hat mehr als genug Silage um seine Kühe satt zu bekommen, aber geschlafen wird dann auf dem Betonboden, weil es kein Stroh gibt. Es wurde nur auf dem eigenen Feld geackert – Fazit: die Kühe sind satt aber frieren im Winter – kein Bauer handelt so.

Die Zusammenarbeit in einer Gemeinschaft

Spezialisierung sichert den Bauern das Überleben und das Fortbestehen. Die Bauern arbeiten zusammen und die Silos werden für den gemeinsamen Fortbestand der Landwirtschaft gemeinsam gepflegt und gefüllt. Einer kümmert sich um den Mais, der Zweite um das Stroh, und so weiter und sofort. Mein Silo ist dein Silo, wir unterstützen uns gegenseitig ist die zentrale Devise.

Was bringen mir die anderen Silos fürs E-Mail Marketing

Ich hoffe mein anfängliches Bild war nicht zu weit weg und einigermaßen nachvollziehbar. Ich komme nun gerne zum Online Marketing zurück, denn hier muss genau die obige Zusammenarbeit endlich gelebt werden. Aus der Gesamtsicht – Big Data – habt Ihr doch in jedem Kanal entsprechende Potenziale, die für einen anderen Kanal von hohem Nutzen sein könnten. Die Kanäle können sich gegenseitig unterstützen und positiv beeinflussen, wenn Ihr es mit Augenmaß angeht.

Auf das E-Mail Marketing bezogen müssen aus meiner Sicht zunächst einmal die folgenden Daten-Silos in Betracht gezogen werden:

relevante Daten-Silos fürs E-Mail Marketing

  • Social Media (Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest um nur die Bekanntesten zu nennen)
  • Online Shop
  • CRM System
  • Kundenstammdatenbank

Nur der Kunde entscheidet, nicht die Marketing Abteilung

So wie jeder Marketing-Kanal hat auch das E-Mail Marketing seine natürlichen Grenzen, die auch mit Expertenwissen nicht ausgehebelt werden können. Eine Grenze ist die freie Wahl des Kunden für sein Kommunikationskanal mit dem Unternehmen oder der Marke. Es wird immer Kunden geben, die nicht per E-Mail kommunizieren, aber aktiv auf der Facebook-Fanpage sind und umgekehrt. Gleichzeitig gibt es aber die Kontakte, die auf allen Kanälen vertreten sind und überall Informationen hinterlassen. Dies ist genau der Ansatz wo sich zwei bisherige Silos miteinander verbinden und sich gegenseitig unterstützen können.

Mal ein Beispiel:

Im E-Mail Marketing ist es Best Practice nicht nur an seinen regelmäßigen Newsletter zu denken, sondern zum Beispiel auch an die Reaktivierung inaktiver Kontakte. Durchschnittlich schafft man es mit Gewinnspielen, Umfragen, Sonderaktionen oder technischen Tricks, wie die Umstellung der Absenderadresse, zwischen 10 – 20% der Kontakte zu reaktivieren. Dann sind meine E-Mail Mittel aber auch schon ausgeschöpft.

Nun weiß ich jedoch, das Max Mustermann regelmäßig auf Facebook meine Aktionen „liked“, teilt oder auch kommentiert. Somit kenne ich einen weiteren Kanal (bisher ein anderes Datensilo) auf dem ich als Unternehmen noch mit Ihm in Kontakt stehe. Also muss ich diesen Weg doch nutzen um Max Mustermann wieder für mich zu begeistern und ihn in meinem E-Mail Verteiler zu bekommen. Mit Facebook-Apps wie Contests, Umfragen oder Spielen erweitern sich meine Reaktivierungsinstrumente für das E-Mail Marketing somit gefühlt um das Doppelte.

Wichtig: die Aktionen auf Facebook sollten natürlich eine Authentifizierung per E-Mail oder den Datenzugriff ermöglichen um wieder Zugriff auf die E-Mail Adresse zu bekommen. Eigentlich versucht man ja somit nichts anderes als eine neue Erlaubnis zur Verwendung der E-Mail Adresse einzuholen.

Was kann denn maximal passieren:

  1. Der Kontakt macht nicht mit und alles bleibt wie es ist, verloren habe ich somit nicht wirklich etwas!
  2. Der Kontakt gibt bei der Facebook-Aktion seine, bereits im E-Mail Verteiler vorhandene, Adresse an und erneuert somit seine Bekundung zur E-Mail Kommunikation – Bingo, die E-Mail Adresse ist wieder aktiv.
  3. Der Kontakt gibt eine neue E-Mail Adresse an, die dank der Einwilligung in den E-Mail Verteiler einfließen darf – Bingo, der Kontakt hat mir eine neue E-Mail Adresse von sich gegeben und sagt mir: „Bitte schreib mich doch zukünftig hier an, danke!“

Wieder wichtig: Jetzt aber in den E-Mails nicht so weiter kommunizieren wie vorher, es hatte ja einen Grund, warum der Kontakt abgebrochen war und Max Mustermann zum Schläfer wurde.

Segmentierungspotenzial kann sich extrem ausweiten

Über die Verknüpfung von Facebook mit meinem E-Mail Marketing habe ich natürlich auch die Möglichkeit mein Segmentierungspotenzial für die Zielgruppenbildung im E-Mail Marketing um ein Vielfaches zu erweitern. Mit der Einwilligung des Kontaktes habe ich Zugriff auf weitere soziodemografische Daten (Wohnort, Bundesland, Alter, etc.) welche von Kontakten über Formulare ungern eingegeben werden – in Facebook pflegt sie fast jeder ;-)! Aber natürlich gibt es auch Interessen und Hobbies von Max Mustermann, die ich nutzen kann.

Mal ein weiteres Beispiel:

Stichwort „Social Login“ bei der Newsletter-Registrierung. Was bei Spielen, anderen Apps, Portalen oder Shops im allgemeinen schon sehr häufig zu sehen ist, fehlt im E-Mail Marketing noch fast komplett.

„Melde Dich hier mit Deiner E-Mail Adresse zum Newsletter an und Du erhälst zukünftig den aktuellen Newsletter mit tollen Angeboten.“ oder

„Melde Dich hier mit deinem Facebookprofil zum Newsletter an und Du erhälst zukünftig den aktuellen Newsletter mit tollen Angeboten.“

Ein kleiner Schritt für die IT, ein großer Schritt für das E-Mail Marketing

Für viele Kontakte ist das auf den ersten Bilck das selbe . Durch die oftmals automatische Anmeldung via Facebook ist es für den Endnutzer sogar noch ein wenig einfacher, nämlich oft nur ein Klick auf einen großen blauen Button.

Für Euer E-Mail Marketing ist es aber ein großer Unterschied und ein signifikanter Vorteil, wenn der große blaue Button genutzt wird! Mit der Anmeldung wird automatisch der Datenfluss in Gang gesetzt und Ihr habt von Beginn an nicht nur eine E-Mail Adresse in der Liste, sondern bekommt die ersten Kenntnisse gleich mit dazu.

Also schon wieder eine einfache Möglichkeit Synergien zu nutzen, wie es so schön heißt!

ROI leicht gemacht

Am Ende des Tages wollt Ihr mit Euren Online Aktivitäten im E-Mail Marketing und auf Facebook Geld verdienen. Für Facebook gibt es immer wieder spannende Studien und Zusammenstellungen wie sich denn ein ROI errechnen könnte. Im E-Mail Marketing gibt es den ROI bereits von Beginn an, E-Mail Marketing ist ein direkter Umsatzbringer.

Dann kann es doch nur positiv sein, ein Teil der „Facebook-Ernergie“ für das E-Mail Marketing zu nutzen um Facebook im E-Mail Kanal zu monetarisieren. Im E-Mail Verteiler könnt Ihr den Gewinnungsweg „Facebook“ am Profil dokumentieren (solltet Ihr im Übrigen entsprechend der Nachweispflicht sowieso) und ihr habt jederzeit die Möglichkeit zu messen, welchen Umsatz euch die Facebook-Kontakte gebracht haben – folglich wie sich die Investition Facebook gerechnet hat – und das nicht mit Annahmen oder großen Randeffekten, sondern direkt und gradlinig.

Zum Schluß ein Fazit

Es lohnt sich offensichtlich die Kanäle Social Media und E-Mail Marketing miteinander zu verknüpfen, die beiden obigen Beispiele haben dies hoffentlich verdeutlicht. Leider wird dies noch viel zu wenig in der Realität genutzt und umgesetzt. Die Zeit ist lange reif dafür. Die technischen Vorraussetzungen sind lange keine Innovationen mehr, sondern Standardset im Online Marketing.

Darüber hinaus soll gesagt sein, das natürlich auch das E-Mail Marketing den anderen Kanälen etwas Gutes tun kann, ich wollte mich bewusst zunächst auf diese eine Richtung und Sichtweise beschränken.

 

 

Sebastian

Über Sebastian Kluth

Ich war von Oktober 2010 bis Juli 2014 bei der netnomics GmbH als Senior Key Account Manager für die Neukundengewinnung, sowie die Entwicklung und Durchführung von Projekten verantwortlich. Meine Aufgabengebiete waren:

  • Newsletter Optimierung
  • Costumer Life Cycle Management
  • Neukundengewinnung
  • E-Mail Kampagnen
  • Newsletter Full Service
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