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Wann begann eigentlich das Branding von Produkten?

Wie letzten Montag im Artikel „Was heißt eigentlich Branding?“ schon erwähnt, kommt „Marke“ von dem Wort „Markierung“  bzw. von dem Wort „marc“, was „Grenze“ bzw. „Abgrenzung“ bedeutet.

Man mag es heute kaum glauben, aber schon in der Frühgeschichte der Menschheit kam in vielen Hochkulturen ein allgemeines Markengespür auf. Im alten Ägypten wurden z.B. Baumaterialien mit einem Symbol versehen , um zu kennzeichnen, dass Materialien von besseren oder schlechteren Handwerkern geliefert wurden. So wurden schon Qualitätsunterschiede erkenntlich gemacht. Auch im Mittelalter wurden Waren markiert, um ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Konkurrenten zu zeigen: Händler haben ein Label auf ein Etikett an ihre Ware gehängt, aber auch Künstler und Handwerker setzten ihr Zeichen an Ihre Kunstwerke und Bauten.

Später in der Industralisierung wurde auf Masse produziert und da musste man sich abgrenzen: So entstanden klassische Marken, die auch noch heute auf dem Markt fest etabliert sind und für uns eine gewisse Tradition über Generationen ausmachen: Knorr wurde 1838 mit einem Gemischtwarenladen ins Leben gerufen, Coca-Cola wurde im Jahr 1892 gegründet und 1911 wurde die erste Nivea-Creme entwickelt.

Einige Produkte wurden allerdings nicht so verwendet wie heute, so positionierten die Gründer von Coca Cola die berühmte Coca Cola in der ersten Zeit als Nervenmittel und Kopfschmerzmedizin.

Firmen wie Kellogg`s und Procter & Gamble zogen nach und waren besonders erfolgreich in dieser Zeit. Es kamen Seifen, Waschmittel und Zigaretten auf, die professioneller gebrandet waren und die Markennamen wurden nach dem Herstellungsort oder nach dem Gründer benannt. Warsteiner wurde beispielsweise in Warstein gegründet. Der Braumeister Heinrich Beck gründete mit zwei Geschäftspartnern die Kaiserbrauerei Beck & May o.H.G., heute als Beck´s bekannt. Erst nach dem letzten Weltkrieg, in der Zeit als alles wieder aufgebaut wurde, kamen auch Dienstleister auf die Idee, sich eine Marke zu geben. Ebenso kamen viele Dienstleister auf die Idee Marken zu vermarkten, das heißt Supermärkte und Versandunternehmen kamen auf, gaben sich eine Marke und verkauften Marken.

Handelsmarken wurden bedeutender als Herstellermarken, woraus sich Preisunterschiede und das Gefühl zwischen Luxus- und Billigprodukten ergaben. In den letzten 25 Jahren profilierten sich Handelsmarken durch die richtige Markenausrichtung und Qualität noch stärker. Jeder wollte eine Marke sein. Es begannen sogar Prominente zu Marken zu werden, das heißt der Ansatz den Menschen als Marke zu begreifen und die Erkenntnisse der modernen Markenführung zu nutzen, um jemanden bekannter zu machen und ein einzigartiges Markenbild seiner Leistungen in den Köpfen von Fans, Sendern und Presse aufzubauen und langfristig zu etablieren.

Überall kam der Begriff „Markenführung“ auf: Sogar Bereiche außerhalb des klassischen Produktverkaufs z.B. Organisationen wie die FIFA bekamen ein Logo und eine professionelle Markenführung. Heute wird verstärkt auf richtige Markenführung geachtet, obwohl viele Unternehmen in ihren Fachabteilungen durch politische, interne und kontroverse Meinungen nicht so erfolgreich sind wie sie sein könnten. Doch gerade weil man an den stärksten Marken der Welt wie z.B. Apple oder BMW sieht, wie erfolgreich sich Marken verkaufen, wenn die Markenführung gut ist, sollte darauf geachtet werden, ein einheitliches Bild innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu entwickeln, um eine Marke besonders stark zu machen.

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