So ein Blog ist wohl eines der wichtigsten Errungenschaften in der Onlinewelt. Wer sich noch daran erinnern kann, was es damals bedeutete die eigenen Gedanken der ganzen Welt online zur Verfügung zu stellen, der weiß wie ich das meine.

Warum bloggen Blogger überhaupt?

In einer Zeit als HTML noch als Buch mit sieben Siegeln angesehen wurde, war es fast undenkbar die persönlichen Gedanken online zu stellen. Irgendwann gab es dann die ersten Ansätze und WordPress ist bis heute noch das System, mit dem die meisten Blogger ihre Gedanken teilen. Genau diese Möglichkeit ist auch einer der Hauptgründe warum Blogger eben ein wenig anders sind.

Sie geben, wenn sie dann aus Überzeugung bloggen, jede Menge persönliche Dinge von sich preis. Sie veröffentlichen ihre eigenen Meinungen und wissen ganz genau, dass diese nicht von allen geteilt werden. Sie verbringen sehr viel Zeit damit einen möglichst guten Artikel zu schreiben. Sie interviewen interessante Menschen, sie machen auf Missstände aufmerksam, sie entdecken völlig neue Dinge und sie teilen uns ihre Ängste und Sorgen mit.

Sie haben sich damit ihr ganz eigenes, persönliches Reich geschaffen und das haben sie nur durch ihre eigene Arbeit und Überzeugung erreicht. Man könnte Blogger vielleicht gleichsetzen mit Musikern. Sie proben, schreiben ihre eigenen Songs Artikel, entwickeln ihren eigenen Stil, veröffentlichen jede Menge guter Artikel und werden oft genauso schlecht für ihre Kunst bezahlt wie Musiker.

Wenn sie sich dann eine gewisse Reputation erarbeitet haben, dann passiert das was man ebenfalls in der Musik wiederfindet. Es gibt Interessenten die das Blog und dessen Inhalt ganz toll finden. Und weil sie das Blog eben so toll finden, möchten sie dort sowas wie einen Gastartikel platzieren oder sogar einen redaktionellen Artikel. Das Ganze natürlich für umsonst, denn hey, veruschen kann man es ja mal, oder? 🙂

Was mich daran wirklich stört

Ist diese grenzenlose Ignoranz an der geleisteteten Arbeit des Bloggers. Dabei spielt es nicht mal eine Rolle wie gut oder schlecht er schreibt. Ich meine wenn eine PR Agentur möchte, dass ein Blogger sich mit dem Produkt des Auftraggebers auseinandersetzt und dieses dann als Artikel auf dem persönlichen Blog veröffentlicht, dann sollten sie mindestens die selbe Leistung erbringen. Aber selbst das schaffen sie nur in wenigen Fällen. Dabei ist es eigentlich ganz einfach diese Blogger zu begeistern. Man braucht dazu nicht viel mehr als Begeisterung für das Blog von welchem man Unterstützung haben möchte und Empathie. Alles weitere erklärt Mike Schnoor viel besser in dieser Präsentation.

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Stefan

Über Stefan Petersen

Alter Rock 'n' Roller und Online Marketer aus Leidenschaft mit hoher Affinität zu SEO, Web 2.0, Social Media und Online Marketing.

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