Twitter wird – auch von uns Social Media Managern – immer etwas stiefmütterlich behandelt. Das große Ding scheint immer noch Facebook zu sein. Zwar hinkt der Vergleich der größten Social Media Plattform und des Micro-Blogging Dienstes, aber durch den von Twitter getesteten Algorithmus kommt man auch nicht drum herum.

Twitter vs Facebook – Wo starten wir den Vergleich?

Twitter und Facebook sind wie Äpfel und Birnen. So unterschiedlich – und doch werden sie immer wieder in die gleiche Schublade gesteckt. Das eine nennt sich Micro-Blogging Dienst, das andere Social Network. Facebook hat 1,55 Milliarden aktive Nutzer im Monat, Twitter kommt auf gerade mal 307 Millionen. Das spiegelt sich auch im Umsatz wider: Facebook erreicht hier eine Rekordmarke von 2,91 Milliarden Dollar. Twitter hängt mit 321 Millionen deutlich zurück. Übrigens: Bezahlt werden die Mitarbeiter der beiden Unternehmen in etwa gleich.

Gemeinsamkeiten lassen sich im Nutzerverhalten finden. Zwar hat Twitter eine deutlich kleinere Nutzerschaft. Allerdings schafft es der Nachrichtendienst auf circa 350 Tweets in der Minute. Facebook-Nutzer schaffen es auf 382 Likes in der gleichen Zeit. Die Aktivität und das Engagement auf Twitter sind also deutlich höher.

twitter vs facebook

Wo geht die Reise hin

Facebook ist ein wahres Allround-Talent. Twitter hat sich über die Jahre hinweg immer mehr in eine ähnliche Richtung gewandelt. Twitter macht nun – nach der Anzeigenschaltung – einen weiteren Schritt in Richtung großer Bruder Facebook. Es wurden Tests beobachtet, bei denen Twitter sich mit einem Algorithmus versucht.

Sinnvoll oder gefährlich? Facebook verwendet schon lange einen Algorithmus. Hier war der Aufschrei zu Beginn groß. Inhalte sortieren? Das sehen die Nutzer nicht gerne. Außerdem werden Inhalte nicht jedem ausgespielt, der diese abonniert hat. Was erwartet Twitter, wenn der Micro-Blogging Dienst jetzt auf das gleiche Pferd setzt? Der Aufschrei der Twitter-Gemeinde wird noch größer sein als der bei Facebook. Schließlich ist es das Allein-Stellungsmerkmal, dass Twitter Inhalte chronologisch und ungefiltert ausspielt. Deshalb ist der Dienst gerade für Live-Berichterstattung und Live-Ticker beliebt.

Es bleibt zu hoffen, dass Twitter sich nicht darum bemüht, ein schlechter Abklatsch von Facebook zu sein, sondern seine besonderen Stärken und Merkmale bewahrt.

Über Franka Pohl

Ich habe Medienmanagement studiert und unterstützte als Social Media Managerin das Team von netnomics. Meine Aufgaben liegen in der Betreuung von Kunden-Blogs und der Auswertung von Facebook-Fanpages. Erfahrungen habe ich in der Online-Redaktion eines Anzeigenblattes gesammelt, weshalb mich Corporate Publishing besonders begeistert.

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