Ich mache dieses Social Media Ding ja schon ein bisschen länger. Ich liebe diesen Job, weil man Emotionen wecken und ehrlich mit Menschen kommunizieren kann. Seit 2008 hat sich Social Media ständig weiterentwickelt. Tools wie Instagram, Snapchat und Pinterest sind zu Überfliegern mutiert, während andere längst nicht mehr da sind. (kennt eigentlich jemand noch yigg? 🙂

Mit Social Media verdient man kein Geld

Vor einigen Jahren war es die SEO Gemeinde die Social Media stets nur ein müdes Lächeln entgegengebracht haben. Als Konkurrenz haben das nur die Wenigsten angesehen, als ernsthafte noch weniger. Bei den Entscheidungsträgern sieht es nicht anders aus.

Social Media verdient kein Geld

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Mittlerweile, so dachte ich, müsste es ja bereits in den Köpfen der Marketingverantwortlichen angekommen sein. Nun, meine Erfahrung ist da eine ganz andere. Heute ist es vielmehr so, dass man Social Media oft aus ganz anderen Gründen macht

  • um dabei zu sein
  • als Servicekanal
  • als Teil des Content Marketings
  • zum Branding

Die Messbarkeit

So weit, so gut. Alles Ansätze die sicherlich lobenswert sind. Jeder nach seinem Geschmack und Ziel. Allerdings ist da dann immer noch dieser fade Beigeschmack, dass Social Media angeblich kein Geld verdient. Sobald diese Aussage kommt, frage ich immer gerne nach der Methode mit der das gemessen wird. Ob ihr es glaubt oder nicht, nur sehr wenige Unternehmen wissen gerade mal annähernd, dass sie Konversionen über Facebook erzielen. Wie sollen sie es auch wissen, wenn kaum jemand überhaupt den Trackingpixel von Facebook einsetzt?

Facebook Trackingpixel

Wir hinken auch reichlich hinterher, wenn man etwas genauer hinschaut. In den Ecommerce Abteilungen wird immer noch per Cookie versucht nachzuvollziehen, wo der werte Kunde denn nun her gekommen ist. Bei der Halbwertzeit eines Cookies kann da gerne schon mal der eine oder andere Kanal schlechter aussehen. Aber hey, was solls? Social Media verkauft schließlich nicht. Ok, so ein Cookie hat auch seine Probleme wenn der Kunde über verschiedene Geräte zum Kauf kommt. Aber hey, was solls? Social Media verkauft schließlich nicht.

67 % der Käufer schließen den Kauf mit einem anderen Gerät ab, als das zuvor verwendete. (Quelle: Comscore)

Attribution

Ok, anscheinend möchten viele den Trackingpixel noch nicht nutzen. Andere Gründe kann es, meiner Meinung nach, dafür nicht geben. Dann wäre es aber vielleicht an der Zeit mal über ein Attributionsmodell nachzudenken. Die Zeiten des „Last Cookie wins“ sollten ja nun wirklich vorbei sein, oder? Hier eine grafische Darstellung der gängigsten Modelle.

Attributionsmodell

Quelle: Webspotting

Egal welche Modell nun im Unternehmen adaptiert wird. Es wird zumindest dafür sorgen, dass dem Kanal Social Media mehr Bedeutung zugewiesen wird. Aber hey, was solls? Social Media verkauft schließlich nicht.

Übrigens: Es gäbe da eine Möglichkeit wie Social Media der Wert zugewiesen wird, den er bereits seit langem hat. Einfach den Trackingpixel korrekt einbauen. Facebook kann nämlich genau das, was Cookies nicht können. Es misst plattformübergreifend, weil der Facebook User mit seiner persönlichen Facebook ID getrackt wird und die ist auf jedem Endgerät die selbe.  🙂

Was sind denn eure Erfahrungen oder Wünsche in diesem Bereich?

Stefan

Über Stefan Petersen

Alter Rock 'n' Roller und Online Marketer aus Leidenschaft mit hoher Affinität zu SEO, Web 2.0, Social Media und Online Marketing.

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